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Ihre Adventgemeinde Nürnberg - Hohe Marter
 

Und so wurde Jesus Christus geboren. Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt. Aber noch vor ihrer Hochzeit wurde sie, die noch Jungfrau war, schwanger durch den Heiligen Geist.

Matthäus 1,18

Vor einiger Zeit erzählte mir ein vertrauenswürdiges Gemeindemitglied eine Geschichte. Meine spontane, lebhafte Antwort lautete: „Das glaube ich nicht! Das ist doch gar nicht möglich!“

Doch damit konnte ich ihn nicht erschüttern und er schob noch einige Sätze nach, die mich umstimmen sollten. Tatsächlich nahm ich mich etwas zurück, aber mein „Unglauben“ steht nach wie vor bei 75 zu 25. Da es sich jedoch um keine Seligkeitsfrage handelt, speichere ich die Geschichte einfach unter „ungeklärt“ ab.

Das Neue Testament beginnt ebenfalls mit einem unglaublichen Bericht.

Die Jungfrau Maria wird ohne jegliche Beteiligung eines Mannes schwanger. Selbst Menschen mit einem bescheidenen Bildungsstand halten das für ein Märchen. Reden wir mit einem ungläubigen Intellektuellen darüber, kommt bei ihm bestenfalls Mitleid für unseren naiven Glauben auf. Und ich habe für seine Reaktion sogar Verständnis, denn es widerspricht jeglicher Erfahrung.

Wie gehe ich damit um, dass die irdische Biografie Jesu mit einer so unglaublichen Geschichte beginnt? Um es vorwegzunehmen: Ich bin nicht in der Lage, dieses einmalige Handeln Gottes zu erklären. Aber da befinde ich mich in prominenter Gesellschaft.

Auch Matthäus, ein Jünger Jesu, unternahm nicht den Versuch, so darüber zu schreiben, dass der Bericht für unseren Verstand zugänglicher wird. Er war Jesus drei Jahre nachgefolgt und erlebte ihn schließlich als den Auferstandenen. Sollten bis dahin noch Restzweifel an dem Geburtsbericht bestanden haben, was ich nicht annehme, verhalf ihm das nicht weniger un-glaubliche Auferstehungswunder zur vollen Gewissheit.

An dieser Schnittstelle der Heilsgeschichte wird unsere begrenzte Gotteserkenntnis deutlich. Unser Verstand ist überfordert, das zu verstehen, was Maria erlebte. Wir können lediglich das Ergebnis wahrnehmen: Anfänglich unscheinbar, ein Kind in einer Krippe.

Drei Jahrzehnte später heilte er Kranke, weckte Tote auf und brachte eine große Bewegung in Gang. Eine unglaubliche Geschichte steht noch aus: seine Wiederkunft. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie sich erfüllen wird.

 von Wilfried Krause      

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