Herzlich willkommen!

Vielfältig, ausgewogen und bedürfnisorientiert – das ist die Adventgemeinde Nürnberg – Hohe Marter. Wir sind Teil der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier auf unserer Homepage können Sie sich über unsere örtlichen Veranstaltungen und Angebote informieren.
Wir freuen uns über Gäste und Besucher! In unserem Gottesdienst sind Sie herzlich willkommen!
 
Ihre Adventgemeinde Nürnberg - Hohe Marter
 

„Mit dem Reich Gottes“, so erklärte Jesus weiter, „ist es wie mit einem Bauern, der die Saat auf sei­nem Acker ausgestreut hat. Er legt sich schlafen, er steht wieder auf, ein Tag folgt dem anderen; und die Saat geht auf und wächst - wie, das weiß er selbst nicht. Ganz von selbst bringt die Erde Frucht hervor ... Sobald die Frucht reif ist, lässt er das Getreide schneiden; die Zeit der Ernte ist da.“ Markus 4,26-29 (Neue Genfer Übersetzung)

Mich beeindruckt die Ruhe und Gelassenheit des Bauern in dieser Geschichte. Er kümmert sich um die Aussaat und die Ernte; alles andere kümmert ihn anscheinend nicht. Für das Wachstum ist er nicht zuständig, er weiß nicht einmal, wie das geht. „Ganz von selbst bringt die Erde“ das Getreide hervor, ganz von selbst wächst und reift es bis zur Ernte.

Das ist der springende Punkt, den Jesus mit die­sem Vergleich auf das Reich Gottes übertragen will. Wir gläubige Menschen sind ja eingeladen, am Reich Gottes mitzuarbeiten. Wir können säen und ernten, aber das Entscheidende können wir nicht bewirken: Wachstum und Frucht!

Ellen White schrieb dazu: „Wenn der Mensch alles getan hat, was in seiner Kraft steht, muss er doch das eigentlich Entscheidende dem überlassen, der Säen und Ernten durch seine göttliche Allmacht in wunder­barer Weise miteinander verbunden hat.“ (Bilder vom Reiche Gottes, S. 50.)

Bei unseren Bemühungen um das Reich Gottes, der Verkündigung des Evangeliums und dem Bau der Gemeinde, stehen wir oft in der Versuchung, mehr tun zu wollen, als uns zusteht. Wir denken, wir kön­nen das Wachstum mit bewirken, wir möchten die Halme „aus dem Boden ziehen“. Gern möchten wir den Erfolg unserer Arbeit sehen, und zwar möglichst schnell. Da fällt es schwer zu warten, zu schlafen oder sich gelassen zurückzulehnen. Ja, es gibt etwas zu tun, und das erfordert unseren ganzen Einsatz: das Wort Gottes verkünden, das Evangelium bezeugen, den Glauben in Wort und Tat weitergeben. Aber dann können wir die Wirkung getrost Gott überlassen.

Diese Erfahrung konnte auch Martin Luther im Rückblick auf sein Leben bezeugen: „Ich habe allein Gottes Wort getrieben, gepredigt und geschrieben, sonst hab ich nichts getan. Das [Wort] hat, wenn ich geschlafen habe ... viel getan ... Das Wort hat alles getan und ausgerichtet.“

von Roland E. Fischer

© Advent-Verlag Lüneburg - Mit freundlicher Genehmigung